Freiwillige Feuerwehr Escheburg

Rettungsweg

Freie Fahrt für Ihre Sicherheit

Eine ganz alltägliche Situation in Deutschland. Die Hilfe der Feuerwehr wird dringend benötigt. Jede Sekunde zählt. Immer wieder trifft die Feuerwehr auf Probleme, die die Einsatzfahrt unnötig verlängern und damit Menschenleben in Gefahr bringen.

Jeder kann durch sein Handeln diesen unnötigen Zeitverlust verhindern. Bitte überlegen Sie wie und wo Sie Ihr Auto parken. Wenn Sie einmal auf die Feuerwehr warten, werden Sie für eine schnelle Hilfe dankbar sein.

Wenn sich in einem brennenden Gebäude noch Menschen befinden, geht es für alle Beteiligten um Sekunden. Doch immer wieder behindern zugeparkte und enge Gassen die Rettungskräfte auf der Anfahrt zum Einsatzort. Wo vielleicht ein PKW noch durchkommt, ist für die großen Einsatzfahrzeuge oft Schluss.

Deshalb unsere Bitte:

Parken Sie nicht im Bereich 5 Meter vor und nach einer Kreuzung oder Straßeneinmündung. In Spielstraßen reicht häufig selbst das nicht. Halten Sie sich an vorhandene Halteverbote und Grenzbereiche (gezackte Linie). Achten Sie darauf, mindestens eine Fahrbahnbreite von 3 Metern frei zu lassen.

Halten Sie immer Feuerwehrzufahrten und -ausfahrten frei.

Denken Sie beim Parken auch an die großen Fahrzeuge der Feuerwehr.

Vielen Dank für Ihre Mithilfe

Ihre Feuerwehr Escheburg

Sie können unsere Arbeit erleichtern, diesen Beitrag gerne ausdrucken und den „Falschparkern“ übergeben oder unter die Windschutzscheibe legen.

Tipps zum sicheren Grillen

 

Wenn das Thermometer auf die 20°C steigt und die ersten Sonnenstrahlen uns erreichen, wird es wieder Zeit zum Grillen. Egal ob Wurst, Fleisch, Gemüse oder Fisch, alles lässt sich gut auf dem Grill zubereiten.

Doch jedes Jahr gibt es wieder ca. 4000 schwere Unfälle beim Grillen. Damit Ihre Grillparty nicht zum Alptraum wird, sollten Sie sich einige kleine Tipps zu Herzen nehmen!

  • suchen Sie sich einen festen Untergrund und benutzen Sie nur einen standfesten Grill
  • grillen Sie niemals in geschlossenen Räumen, auch nicht in Zelten
  • halten Sie genügend Abstand zu brennbaren Materialien, wie z.B. Feld, Wald, Hecken oder Sträuchern
  • verwenden Sie zum Anzünden nur handelsübliche flüssige oder feste Grillanzünder
  • verwenden Sie niemals Brennstoffe, wie z.B. Spiritus oder Benzin, denn diese Stoffe können zu einer Verpuffung und zu schweren Verletzungen führen
  • achten Sie darauf, dass keine Glut vom Wind verweht werden kann
  • halten Sie Löschmittel bereit
  • lassen Sie den Grill nicht unbeaufsichtigt und achten Sie darauf, dass keine Kinder in der Nähe oder um den Grill herum spielen
  • arbeiten Sie möglichst mit Handschuhen oder einer langen Grillzange
  • wenn Sie mit einem Gasgrill grillen, achten Sie darauf, dass alle Anschlüsse dicht sind und das weder der Schlauch noch die Gasflasche der Hitze ausgesetzt sind
  • benutzen Sie möglichst eine Fettauffangschale um tropfendes Fett aufzufangen
  • wenn das Fett dennoch mal in Brand geraten sollten, dann löschen Sie dieses auf keinen Fall mit Wasser, sondern ersticken Sie die Flammen mit einer Löschdecke oder benutzen Sie einen Pulverlöscher
  • sollte es zu Brandverletzungen kommen, kühlen Sie diese mit lauwarmen, nicht kalten Wasser, bis der Rettungsdienst eintrifft
  • entsorgen Sie die restliche Grillkohle und die Glutreste erst dann, wenn Sie vollkommen ausgekühlt ist

Und falls Ihnen doch mal etwas passieren sollte, dann fordern Sie über den Notruf 112 Hilfe von Feuerwehr und Rettungsdienst an!

Badeunfälle

Empfehlungen des Bundesfeuerwehrarztes

Bei Sonnenschein und hohen Temperaturen steigt nicht nur die Anzahl der Badegäste an Seen, Flüssen und in Freibädern, sondern es geschehen auch vermehrt Bade- und Ertrinkungsunfälle. Statistisch gesehen ertrinken in Deutschland jedes Jahr ca. 450 Menschen (im Jahr 2010 waren es 438 Personen). Dabei darf aber nicht außer Acht gelassen werden, dass etwa ein Drittel der Unfälle nicht im Sommer, sondern in der kalten Jahreszeit passieren (164 Personen in 2010).

Die häufigsten Ursachen für den Tod durch Ertrinken sind bei Kleinkindern, bei denen die Ertrinkungsrate relativ hoch ist, das Vernachlässigen der Aufsicht und Unterkühlung. Bei Jugendlichen sind besonders übermäßiger Alkoholkonsum und bei älteren Menschen kardiale Probleme zu nennen. Viele Schwimmer überschätzen auch ihre eigene Kraft und schaffen es nicht mehr, sich über Wasser zu halten. In vielen Fällen hätte ein Ertrinken durch die Einhaltung von grundsätzlichen Baderegeln vermieden werden können.

Als Ertrinken wird üblicherweise der Tod bezeichnet, der bis zu 24 Stunden nach dem Eintauchen in Flüssigkeiten eintreten kann. Überlebt der Patient dieses Unter-tauchen länger als 24 Stunden, so spricht man vom Beinahe-Ertrinken – auch wenn er nach Ablauf dieser Zeitspanne verstirbt. Des Weiteren wird zwischen dem feuchten (Wasser und/oder Mageninhalt wird in die Lunge aspiriert) und dem trockenen (das Eindringen von Flüssigkeit wird durch Nichtlösen des sogenannten Stimmritzenkrampfes verhindert) Ertrinken unterschieden. Für die akute, präklinische Behandlung des Verunfallten spielen diese Definitionen jedoch ebenso wenig eine Rolle wie der Unterschied zwischen Salz- und Süßwasserertrinken. Letztlich führt der schwere Sauerstoffmangel (die so genannte Hypoxie) bei einem Ertrinkungsunfall zum Herz-Kreislauf-Stillstand. Daher haben dieRettung des Patienten aus dem Wasser und die Wiederherstellung der Atmung oberste Priorität.

Rettung und Eigensicherung

Doch auch wenn der Faktor Zeit bei den Überlebenschancen eines Ertrinkenden eine entscheidende Rolle spielt, darf bei der Rettung auf keinen Fall die Eigensicherungmissachtet werden. Der Vorgang des Ertrinkens ist anfangs durch panische Angst und unkontrolliertes „um sich Schlagen“ gekennzeichnet. Der Verunfallte wird versuchen,sich an jedem Gegenstand festzuhalten, der sich in seiner Nähe befindet; dies bezieht seinenRetter mit ein. Dies kann dazu führen, dass der Retter selbst unter Wasser gedrückt wird und somit ebenfalls in Gefahr gerät. Daher sollte man die Rettung (wenn möglich) immer von einem festen Standpunkt aus starten, indem man im besten Fall einen Rettungsring,ein Seil oder sonstige schwimmbaren Gegenstände benutzt. Bleiben dieseRettungsversuche ohne Erfolg, sollte man sich dem Ertrinkenden mit einem möglichstgroßen, schwimmenden Gegenstand (zum Beispiel ein Surfbrett oder eine Rettungsboje) nähern. Gerade bei ungünstigen Bedingungen wie zum Beispiel starkem Wellengang, Strömung oder Wind ist die Gefahr für den Retter selbst besonders hoch. Kann sich der Patient nicht selbstständig an dem mitgebrachten Gegenstand festhalten oder steht ein solcher nicht zur Verfügung, sollte man immer von hinten an den Ertrinkenden heranschwimmen, damit dieser so wenig Chance wie möglich hat, den Retter zu umklammern. Bei dem Herausbringen aus dem Wasser ist zu beachten, dass der Kopf des Patienten über Wasser bleibt. Um die Zeit des Sauerstoffmangels zu verringern, kann bereits während der Rettung mit der Beatmung begonnen werden, sobald man sich mit dem Patienten im seichten Wasser befindet.

An Land gerettet – was nun?

An Land gebracht, gelten für die Sofortbehandlung eines Ertrunkenen die gleichenRichtlinien wie bei anderen Verunfallten. Ist der Patient bei Bewusstsein, so sind stetig seine Vitalfunktionen zu überprüfen, der Patient darf nicht alleine gelassen werden. Um eine Unterkühlung zu vermeiden, muss der Patient zugedeckt werden. Wenn möglich sollte er aber nicht in direkter Sonne liegen. Bei Bewusstlosigkeit ist die Person in die stabile Seitenlage zu verbringen, eine Überwachung der Vitalparameter ist auch hier durchgehend indiziert. Atmet der Patient nicht mehr, so ist unmittelbar mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung zu beginnen.Auf keinen Fall sollte versucht werden, das Wasser durch Kompressionen, Umlagern oder andere Maßnahmen aus dem Körper des Verunfallten zu entfernen. Dies ist nicht möglich und verursacht nur weitere Schäden oder verschlechtert die Situation durch Unterbrechen anderer, viel vordringlicher Maßnahmen, wie der Beatmung. Bei jedem Ertrinkungsunfall muss der Rettungsdienst verständigt undder Patient ins Krankenhaus gebracht werden, auch wenn es ihm scheinbar wieder besser geht (Beinahe-Ertrinken). Verletzungen der Wirbelsäule kommen bei Ertrinkungsopfern zwar nur relativ selten vor, sollten aber – besonders wenn bestimmte Unfallhergänge vorliegen, wie zum Beispiel ein beobachteter Sprung ins niedrige Wasser, bei Wasserrutschen oder ähnliche Unfallmechanismen, die zu Verletzungen der (Hals-)Wirbelsäule führen können – bei der Lagerung und dem Transport des Patienten unbedingt beachtet werden. Eine Stabilisierung der Wirbelsäule mittels einer Halswirbelsäulenschiene (bspw. Stifneck), Schaufeltrage und Vakuummatratze sollte allerdings nur von geschultem Rettungspersonal durchgeführt werden. Sauerstoff kann bei Vorhandensein auch von Laienhelfern gegeben werden. Besteht die Möglichkeit der Blutzuckermessung, sollte diese ebenfalls durch fachkundiges Personal durchgeführtwerden, um eine Zuckerentgleisung auszuschließen. Ausschlag gebend für eine erfolgreiche Therapie eines Beinahe-Ertrunkenen sind die Dauer und Schwere des Sauerstoffmangels im Gehirn. Daher sind die sofortigen und effektiven Maßnahmen am Unfallort entscheidend.

Da die Verhütung von Badeunfällen wie oben erwähnt von großer Bedeutung ist, werden im Folgenden die wichtigsten Regeln aufgeführt.

  • Kinder nie unbeaufsichtigt lassen. Dies gilt besonders auch für den Teich oder Swimmingpool im eigenen Garten.
  • Beginnt man zu frieren, sollte das Wasser unverzüglich verlassen werden.
  • Nur dann ins Wasser springen, wenn es tief genug ist und man sicher weiß, dass sich unter Wasser keine Hindernisse befinden.
  • Sumpfige und stark bewachsene Gewässer sind ebenso zu meiden wie Gewässer mit verstärkter Schifffahrt, Schleusen oder Wehre.
  • Die eigene Kraft sollte niemals unterschätzt werden.
  • Bei besonderen Gefahren, wie zum Beispiel Gewitter, starker Strömung undWellengang oder bei starkem Regen, sind Gewässer grundsätzlich zu meiden.
  • Nicht alkoholisiert schwimmen oder baden.

Quellen:

Hamburg/Berlin, Juni 2011
Bundesfeuerwehrarzt Dr. med. Hans-Richard Paschen
Bundesfeuerwehrarzt Dr. Paschen ist der Vertreter des Deutschen Feuerwehrverbands
in allen medizinischen Fragen. Er ist erfahrener Notfallmediziner und Chefarzt
in einer Hamburger Klinik.

www.feuerwehrverband.de/erste-hilfe-kompakt.html

Einsätze im Sommer

Empfehlungen des Bundesfeuerwehrarztes

Nicht nur Kinder freuen sich über schönes Badewetter, auch Erwachsene genießen gerne den Sommer mit seinen warmen Temperaturen. Allerdings stellen hohe Temperaturen eine enorm große, körperliche Herausforderung und Belastung für die Einsatzkräfte der Feuerwehr und des Rettungsdienstes dar. Nicht nur die erhöhte Ozonbelastung und direkte Sonneneinstrahlung insbesondere auf den Kopf sind Ursachen für die größere Belastung. Auch starkes Schwitzen kann zu einer gefährlichen Dehydratation (Wasserverlust) mit Elektrolytstörungen und Hitzekollaps (Kreislaufdysregulation) kommen. Die Folgen reichen von Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Erbrechen, bis hin zu Veränderungen des Bewusstseins, Krampfanfällen und Kreislaufstillstand.Diese Problematik wird besonders unter Einsatzbedingungen verstärkt. DasTragen schwerer Schutzkleidung, die verstärkte körperliche Anstrengung beispielsweise unter Atemschutz oder auch psychische Druck erhöhen die Belastungen.

Besonders Einsatzführungskräfte sollten deshalb unbedingt die folgenden neun Sicherheitsratschläge der Bundesfeuerwehrärzte beachten:

1. Einsatzzeiten und körperlichen Belastungen auf das Notwendigste beschränken!
2. Halten Sie ausreichend Getränke und Obst im Einsatzfahrzeug vor!
3. Großzügige Flüssigkeitszufuhr vor, während und nach dem Einsatz!
4. Die tägliche Trinkmenge sollte bei gesunden Einsatzkräften mindestens drei Liter betragen! Diese ist kontinuierlich in kleinen Portionen aufzunehmen!
5. Nach einem Atemschutzeinsatz sollte die Trinkmenge um weitere eineinhalb Liter erhöht werden!
6. Schattige und kühle Ruheplätze/Kräftesammelstellen schaffen!
7. Passen Sie die Einsatzschutzbekleidung den Notwendigkeiten an!
8. Frühzeitig an die Anforderung ablösender Kräfte denken!
9. Achten Sie auch auf einen konsequenten UV-Schutz (Schutzmittel mit hohem  Lichtschutzfaktor, Sonnenbrille etc.)!

Quellen:

Nürnberg/Berlin, Juni 2012
Stellv. Bundesfeuerwehrarzt Klaus Friedrich
Der stellvertretende Bundesfeuerwehrarzt Klaus Friedrich ist einer der Vertreter
des Deutschen Feuerwehrverbands in allen medizinischen Fragen. Er ist erfahrener
Notfallmediziner und Landesfeuerwehrarzt in Bayern.

www.feuerwehrverband.de/erste-hilfe-kompakt.html

Sonnenstich & Co.

Empfehlungen des Bundesfeuerwehrarztes

Die Wetterextreme der vergangenen Jahre bescheren Europa mit ihren zum Teil dauerhaft hohen Temperaturen nicht nur zahlreiche Ernteausfälle und Waldbrände, sondern auch eine erschreckend große Anzahl an so genannten „Hitzetoten“. Hauptsächlich betroffen sind ältere Menschen und chronisch Kranke, deren schlechter Allgemeinzustand die starke körperliche Beanspruchung durch die Hitze nicht kompensieren konnte.

Doch wie kann es grundsätzlich zu solch starken Überhitzungen des Körpers kommen? Warum bekommt der Mensch Probleme mit der Hitze? Der Mensch gehört zu den sogenannten gleichwarmen (homoiothermen) Lebewesen, das heißt dass er seine Körpertemperatur bei wechselnder Umgebungstemperatur nahezu konstant halten kann. Diese Temperaturregulation wird vom Hypothalamus (ein Teil des Zwischenhirns) gesteuert. Thermorezeptoren im Körperinneren, an der Haut und im Rückenmark geben ihre Temperaturmessungen an den Hypothalamus weiter, der durch bestimmte physiologische Prozesse eine Wärmeabgabe (zum Beispiel Schwitzen und Gefäßerweiterung) bzw. -zunahme (zum Beispiel Zittern und Gefäßverengung) steuern kann. Hierbei versucht der Körper stetig eine Körperkerntemperatur von 36,6° Celsius (Idealwert) beizubehalten. Bestimmte Faktoren können jedoch die normale Temperaturregulation des Körpers stören und somit einen Anstieg der Körperkerntemperatur bewirken. Diese Überhitzung (Hyperthermie) des Körpers kann verschiedene Gründe haben, die auch einzeln aber meist gekoppelt auftreten können: lang andauernder Aufenthalt im Freien mit direkter Sonneneinstrahlung, körperliche Anstrengung bei hohen Temperaturen, unzureichende Flüssigkeitszufuhr, langes Verweilen in heißen, stickigen Räumen. Im Normalfall kann der Körper durch das Weitstellen von Gefäßen, aber vor allem durch Schwitzen die eigene Temperatur regulieren, ungeachtet der äußeren Umstände. Beim Schwitzen wird Schweiß (im Extremfall über 1 Liter pro Stunde) mittels Schweißdrüsen an der Hautoberfläche produziert. Der Schweiß verdunstet und kühlt damit den Körper ab. Ist der Körper jedoch für längere Zeit einer intensiven Hitze ausgesetzt, kann er seine Fähigkeit verlieren, effektiv und schnell zu reagieren. Infolgedessen kann es zur so genannten Hyperthermie kommen. Bei der Hyperthermie unterscheidet man im Allgemeinen die Hitzeerschöpfung, den Hitzekollaps, im schlimmsten Fall den Hitzschlag und den Sonnenstich. Hitzeerschöpfung und Hitzekollaps Die Hitzeerschöpfung entsteht durch den Flüssigkeits- und damit auch Elektrolytverlust bei starkem Schwitzen besonders wenn keine oder nur unzureichende Flüssigkeitszufuhr von außen den Verlust ausgleichen kann. Hierbei spielt der Anstieg der Körperkerntemperatur keine so große Rolle, ausschlaggebend ist die Abnahme des extrazellulären Flüssigkeitsvolumens, also die Abnahme des Blutvolumens. Typische Symptome einer Hitzeerschöpfung sind Übelkeit, Schwindel, Kopfschmerzen und heiße, trockene Haut. Durch die Erweiterung der Blutgefäße in Verbindung mit dem geringeren Flüssigkeitsvolumen sinkt der Blutdruck. Dieser Blutdruckabfall kann sehr schnell und drastisch passieren, eine (meist) kurze Bewusstlosigkeit – Hitzekollaps oder -synkope – ist die Folge, da der Kreislauf in diesem Moment nicht mehr in der Lage ist, genügend Blut und damit Sauerstoff zum Gehirn zu transportieren. Typischerweise treten solche Hitzesynkopen nach längerem Stehen bei zu warmen Außentemperaturen (zum Beispiel bei Open Air-Konzerten) auf, da das Blut in die Extremitäten „absackt“. Der Betroffene sinkt häufig ohne Vorwarnung in sich zusammen; Schwäche,Schwindel und Übelkeit können auf eine bevorstehende Ohnmacht hinweisen. In der Regel ist der Kreislauf des Betroffenen durch das „Zubodengehen“ (also die waagerechte Körperlage) wieder in der Lage, Sauerstoff zum Gehirn zu transportieren, was zu einer Beendigung der Synkope führt.

Hitzschlag

Von einem Hitzschlag spricht man, wenn zusätzlich die Körpertemperatur auf über 40° Celsius steigt. Der Körper kann die Temperatur nicht mehr durch Schwitzen regulieren und diese starke Überhitzung kann zum Anschwellen des Hirngewebes führen, welches ein Hirnödem zur Folge haben kann. Einen Hitzschlag erkennt man vor allem, ähnlich wie bei hohem Fieber, an der starken Bewusstseinstrübung des Betroffenen, dem völligen Fehlen von Schweiß, häufig gefolgt von Krämpfen. Ein Hitzschlag ist eine lebensbedrohliche Situation, die im schlimmsten Fall zu dem anfangs erwähnten Hitzetod führen kann.

Sonnenstich

Der Sonnenstich weicht von seiner Entstehung ein wenig von den anderen Formen der Hyperthermie ab. Er ist die Folge von direkter, lang andauernder Sonneneinstrahlung auf den (ungeschützten) Kopf und Nacken. Die dort aufgestaute Hitze verursacht eine Reizung der Hirnhaut. Das offensichtlichste Symptom eines Sonnenstichs ist der heiße, hochrote Kopf. Der Patient klagt über Kopfschmerzen, Nackensteife, Schwindel und Übelkeit bis hin zum Erbrechen. Ebenso wie bei den anderen Überhitzungen sollte der Patient sofort an einen kühlen, schattigen Ort gebracht werden, der Rettungsdienst ist sofort zu alarmieren. Zusätzlich sollte der Nacken mit kühlen Umschlägen (nasses Handtuch) gekühlt werden. Auch hier sollte dem Patienten Flüssigkeit zugeführt werden. Eine stetige Kontrolle der Vitalfunktionen sollte sowohl bei Patienten mit Bewusstsein wie bei Bewusstlosigkeit (stabile Seitenlage!) durchgeführt werden.

Was ist zu tun?

Personen, die unter einer Überhitzung des Körpers leiden, sollten schnellstmöglich an einen kühleren Ort ohne direkte Sonneneinstrahlung gebracht werden. Beengende Kleidung ist zu öffnen, wärmende Kleidungsstücke wie Jacke oder Pullover sollten dem Betroffenen ausgezogen werden. Von einer vollständigen Entkleidung ist auf Grund der Gefahr einer anschließenden Unterkühlung abzuraten. Ist der Patient bei Bewusstsein, sollte er in Schocklage (Beine hoch lagern) gebracht werden.Außerdem ist es wichtig, dem Patienten mit Flüssigkeit zu versorgen. Hierbei sind vor allem isotonische Getränke zu empfehlen, um den Elektrolythaushalt zu verbessern. Stehen diese nicht zur Verfügung nimmt man Wasser oder Fruchtschorlen. Absolut kontraindiziert ist die Gabe von Alkohol oder das intensive Abkühlen zum Beispiel durch kalte Duschen. Je nach Verlauf der Hitzeerschöpfung sollte der Betroffene einem Arzt vorgestellt werden, im Zweifelfall ist der Rettungsdienst zu rufen, besonders wenn der Verdacht besteht, dass es sich um einen Hitzschlag handelt. Ist der Patient bewusstlos oder stark bewusstseinsgetrübt, muss immer der Rettungsdienst informiert werden. Bei Bewusstlosigkeit muss der Patient in die stabile Seitenlage gebracht und seine Vitalfunktionen kontinuierlich überprüft werden. Wie bei jeder Erkrankung oder Verletzung darf der Patient nicht alleine gelassen werden und muss beruhigt werden, um ihm seine Ängste zu nehmen.Neben all den oben genannten Formen einer Überhitzung ist der Sonnenbrand eine Folge von andauernder Sonneneinstrahlung, die wohl fast jeder schon am eigenen Leib erfahren musste. Dabei darf man jedoch nicht vergessen, dass es sich bei einem Sonnenbrand um eine Verbrennung handelt, die nicht unterbewertet werden darf. Ein schwerer Sonnenbrand kann nicht nur große Schmerzen, sondern auch Blasen zur Folge haben. Bei großflächigen oder starken Verbrennungen der Haut durch direkte Sonneneinstrahlung ist auf alle Fälle ein Arzt aufzusuchen. Häufige Sonnenbrände können noch Jahre später Hautkrebs hervorrufen.

Immer beachten!

Um den Aufenthalt in der Sonne oder bei hohen Temperaturen unbeschadet genießen zu können, sollte man folgende Präventionsmaßnahmen beachten:

  • Dauerhafte, direkte Sonneneinstrahlung vermeiden
  • Kopfbedeckung tragen
  • Kein „Sonnenbad“ in der Mittagsstunde, dann steht die Sonne am höchsten und ist am aggressivsten
  • Ausreichend trinken (kein Alkohol)!
  • Keine übermäßigen körperlichen Anstrengungen bei hohen Temperaturen
  • Kleidung an die Umgebungstemperatur anpassen
  • Lange Autofahrten vermeiden (gerade mit Kleinkindern)
  • Mindestens 30 Minuten vor dem Aufenthalt in der Sonne Sonnencreme mit dem (für den Hauttyp) entsprechenden Lichtschutzfaktor auftragen (mindestens Schutzfaktor 20)

Quelle:

Hamburg/Berlin, Juli/August 2011
Bundesfeuerwehrarzt Dr. med. Hans-Richard Paschen
Bundesfeuerwehrarzt Dr. Paschen ist der Vertreter des Deutschen Feuerwehrverbands
in allen medizinischen Fragen. Er ist erfahrener Notfallmediziner und Chefarzt
in einer Hamburger Klinik.

www.feuerwehrverband.de/erste-hilfe-kompakt.html

Wespenstich & Co.

Empfehlungen des Bundesfeuerwehrarztes 

Im Sommer bei warmen Temperaturen und Sonnenschein zieht es die meisten Menschen ins Freie. Ob am Badesee, im Freibad oder in der Eisdiele, beim Sport oder anderen Aktivitäten – die Hauptsache ist, man ist draußen. Aber trotz aller Freude, ist auch Vorsicht geboten.

Gerade das kühle Eis, das leckere Stück Kuchen oder die süße Cola locken viele Insekten an, vor allem Bienen und Wespen. Diese Tiere würden von sich aus keinen Menschenangreifen, fühlen sie sich jedoch bedroht, stechen sie zu.

Im Normalfall ist ein Wespenstich zwar schmerzhaft, für einen erwachsenen Menschen aber ungefährlich. Die typischen Symptome eines Wespenstiches sind die rötliche Färbung der Haut direkt um die Einstichstelle, teils sehr starker Juckreiz, Schmerzen und ein Anschwellen der betroffenen Region. Anders sieht dies allerdings bei Menschen aus, die auf Insektenstiche (meist Bienen,Wespen oder Hornissen) allergisch reagieren. Die Folgen können von einer Verstärkung der oben genannten Symptome, über die Ausbreitung der allergischen Reaktion auf den gesamten Körper bis – im Extremfall – zum Tode führen. Laut statistischem Bundesamt gibt es bundesweit immerhin 40 Todesfälle pro Jahr bedingt durch Bienen- oder Wespenstiche. Es wird aber geschätzt, dass die Dunkelziffer weitaus höher liegt.

Doch warum reagiert der Körper auf das Gift eines kleinen Tieres so extrem? Kurz ausgedrückt ist eine unangemessene Überreaktion des eigenen Immunsystems Schuld daran. Ein „normal“ funktionierendes Immunsystem erkennt körper-fremde Stoffe (wie zum Beispiel Bakterien oder Viren) und bekämpft diese. Diese Abwehrreaktion kann je nach Stoff und Menge ablaufen, ohne dass wir etwas bemerken oder aber es kommt zu einem Krankheitsausbruch (zum Beispiel mit Fieber). Es kann jedoch vorkommen, dass das Immunsystem unangemessen heftig auf eigentlich ungefährliche Stoffe reagiert und die körpereigene Abwehr mobilisiert. Hierbei werden mehrere Substanzen im Körper freigegeben, die wichtigste ist Histamin. Die vermehrte Ausschüttung von Histamin löst unterschiedliche Reaktionen im Körper aus.

Die extremste Reaktion auf allergene Stoffe ist der allergische Schock (medizinisch: anaphylaktischer Schock), welcher durch eine plötzliche Umverteilung des Blutvolumens gekennzeichnet ist. Hierbei können Haut, Luftwege, Blutkreislauf und Magen-Darmtrakt einzeln oder als Komplex reagieren.

Die Schwere der Reaktion kann in vier Stufen unterteilt werden: 

StadiumHautAtemwegeKreislaufSonstiges
IJuckreiz, Rötung SchwindelKopfweh, Angst
II Leichte LuftnotBlutdruckabfall,
Herzrasen
Übelkeit, Erbrechen
III Schwere Luftnot,
Bronchospasmus
Schock 
IV AtemstillstandKreislaufstillstandBewusstlosigkeit

Bei einem anaphylaktischen Schock, wird durch die Ausschüttung zum Beispiel von Histamin eine lebensbedrohliche Kettenreaktion ausgelöst. Durch die Erweiterung der Blutgefäße sinkt der Blutdruck so schnell ab, dass eine Durchblutung aller Organe nicht mehr gewährleistet werden kann. Hinzukommt, dass bei einem Schock Flüssigkeiten aus den Gefäßen austreten können und sich als Ödeme (Schwellungen durch Flüssigkeitsansammlung) im Gewebe ablagern. Durch die Minderdurchblutung bricht der Kreislauf zusammen, es kann zu starker Atemnot kommen – bis hin zum Herzkreislaufstillstand.

Die allergische Reaktion auf einen Wespenstich erfolgt in der Regel unmittelbar nach dem Eindringen des Giftes in den Körper und kann sich innerhalb kürzester Zeit zu einer lebensbedrohlichen Situation entwickeln. Daher ist es wichtig, dass die Therapie schnell beginnt, um eine zunehmende Verschlechterung des Zustandes zu unterbrechen. Da ein Notarzt in vielen Fällen in dieser sehr kurzen Zeitspanne nicht vor Ort sein kann, ist es wichtig, dass Allergiker ein Notfallset mit den passenden Medikamenten ständig bei sich tragen.

Was kann der Ersthelfer bei einem Wespenstich tun?

Wie bei allen Verletzungen oder Erkrankungen ist die erste Regel auch hier:        

  • Ruhe bewahren!

Dies gilt sowohl für die betroffene Person und den Ersthelfer, als auch für alle Umstehenden. Hektik oder gar Panik hilft in einer Notsituation keinem. Die betroffene Person soll sich hinsetzen, möglichst in den Schatten oder auch ins Haus, um eine erneute Konfrontation mit Wespen oder Bienen zu vermeiden. Kühlen Sie die Einstichstelle beispielsweise mit einem Eisbeutel (nicht direkt auf die Haut legen, sondern vorher zum Beispiel ein Küchenhandtuch herumwickeln). Fragen Sie den Betroffenen, ob eine Allergie gegen Insektenstiche bekannt ist. Wenn ja, fragen Sie ob er ein Notfallsetbei sich hat. Helfen Sie dem Betroffenen im Zweifel bei der Einnahme der Medikamente.Im Normalfall ist ein Wespenstich zwar eine schmerzhafte, aber keine gefährlicheAngelegenheit. Bei einem Allergiker kann sich der Zustand jedoch rapide verschlechtern. Bleiben Sie daher die gesamte Zeit bei dem Patienten, beobachten Sie seine Reaktionen und die Einstichstelle. Entwickeln sich übermäßige Schwellungen? Breitet sich die Rötung weit über die Einstichstelle aus? Bekommt der Betroffene Ausschlag oder sogar Atemnot? Ist dieses der Fall, muss frühzeitig der Rettungsdienst über die europaweit gültige Notrufnummer 112 alarmiert werden. Auch wenn eine schwere anaphylaktische Reaktion selten ist,im Einzelfall können Menschen äußerst empfindlich auf Insektenstichereagieren. Rasche Hilfe ist hier lebensrettend! Wird eine Person in den Gesichts- bzw. Halsbereich oder von innen in den Rachen (zum Beispiel durch Verschlucken) gestochen, sollte in jedem Fall sofort der Rettungsdienst alarmiert werden. Auch bei Personen, die nicht übermäßig auf Wespengift reagieren, könnten diese Bereiche so stark anschwellen, dass der Betroffene keine Luft mehr bekommt. Sollte der Patient einen anaphylaktischen Schock entwickeln (sehr niedriger Blutdruck, Bewusstseinsstörung, schneller Puls), sollte er in die Schocklage (Beine hochlagern) verbracht werden. Alarmieren Sie spätestens jetzt umgehend den Rettungsdienst. Kontrollieren Sie ständig die Vitalfunktionen. Sollte tatsächlich der seltene Fall eintreten, dass der Betroffene einen Herzkreislaufstillstand erleidet, beginnen Sie sofort mit der Wiederbelebung.

Besser vorbeugen!
Am besten ist es natürlich, sich gar nicht erst von einer Wespe oder Biene stechen zu lassen. Hierzu gibt es ein paar Regel im Umgang mit Wespen und Bienen, um eine schmerzhafte Konfrontation zu vermeiden:

  • Befindet sich eine Wespe in Ihrer Nähe, dann bleiben Sie ruhig. Vermeiden Siehektische Bewegungen.
  • Schlagen Sie nicht nach dem Tier, es fühlt sich sonst angegriffen.
  • Gerade süße Nahrungsmittel haben es den Wespen und Bienen angetan. Kontrollieren Sie, bevor Sie etwas im Freien essen, ob sich nicht ein Stechinsekt auf der Speise befindet. Das gleiche gilt auch für Getränke.
  • Laufen Sie nicht barfuß über Blumenwiesen, unter den Pflanzen verstecken  sich viele Bienen, Wespen und Hummeln.
  • Sprechen Sie auch mit Ihren Kindern darüber. Die Panik beim Erscheinen einer Wespe ist fast in allen Fällen von den Eltern anerzogen.
  • Halten Sie sich an einer Stelle auf, an der sehr viele Wespen unterwegs sind,macht es Sinn, den Kinderwagen mit einem Moskitonetz zu bedecken.

Quelle:

Bundesfeuerwehrarzt Dr. med. Hans-Richard Paschen
Bundesfeuerwehrarzt Dr. Paschen ist der Vertreter des Deutschen Feuerwehrverbands
in allen medizinischen Fragen. Er ist erfahrener Notfallmediziner und Chefarzt
in einer Hamburger Klinik.

http://www.feuerwehrverband.de/erste-hilfe-kompakt.html

Hydranten freihalten

In 90 Prozent aller Fälle löscht die Feuerwehr Brände mit Wasser!

Das Löschwasser wird Zapfstellen im Straßenbereich entnommen, die als Überflur- und Unterflurhydranten bezeichnet werden. Um Beschädigungen an Hydranten zu vermeiden und Verkehrsbeeinträchtigungen auszuschließen, werden heute überwiegend Unterflurhydranten für die Löschwasserversorgung verwendet. Den Städten und Gemeinden obliegt die Verpflichtung Hydranten freizuhalten, damit die Feuerwehr nicht „auf dem Schlauch“ steht.  

Deshalb gilt im Allgemeinen:

  • Befinden sich Hydranten auf Gehwegen und Parkflächen, sind Hydrantendeckel und -verschlüsse von Kraftfahrzeugen freizuhalten.
  • Hydranten auf Grundstücken oder dazugehörenden Gehwegen sind jederzeit zugänglich und von Schnee und Eis befreit zu halten.

Besonderer Hinweis:
Fahrzeuge, die auf Hydranten stehen, bedeuten ein großes Hindernis für die Einsatzkräfte der Feuerwehr. Wertvolle Minuten vergehen, wenn vereiste Hydranten erst von der Feuerwehr zugänglich gemacht und aufgetaut werden müssen.

Bedenke:

Der Wasservorrat eines Tanklöschfahrzeuges ist in wenigen Minuten verbraucht

Dieses Hinweisschild zeigt Ihnen an, wo sich genau der Hydrant befindet.

Diese Hinweisschilder von Hydranten sind leicht  zu erkennen. Es sind weiße, rechteckige Schilder mit Maßen von 250 x 200 mm und einem 20 mm breiten roten Rand. In schwarzen Zahlen wird zuerst der Durchmesser der Wasserleitung angegeben  (hier H100), danach folgt die  Lage des Hydranten in Meter-Entfernung nach vorwärts, links oder rechts.

Advents- & Weihnachtszeit

Das besinnliche Jahresende naht wieder. Eine wunderschöne Tradition kehrt jedes Jahr zur kalten Jahreszeit wieder ein. Wohnungen und Häuser leuchten in tollem Glanz. Weihnachten naht mit großen Schritten. Und eben zu Weihnachten möchten wir Sie bitten, besonders umsichtig zu sein. Sicherlich steht auch bei Ihnen ein Adventskranz und zum Weihnachtsfest eben der beleuchtete Weihnachtsbaum. Damit es besonders gemütlich ist, auch noch mit echten Kerzen. Dieses sanfte und beruhigende Licht mit dem tollen Duft der Tanne kennt jeder und mag es daher nicht missen.

Aber seien Sie vorsichtig! Denken Sie daran, dass jede brennende Kerze eine kleine Feuerstelle ist, die einen Adventskranz oder Weihnachtsbaum im Handumdrehen entzünden kann. Brennende Kerzen entwickeln Temperaturen von bis zu 750°C und bei trockenen Tannen brennen diese im Nu!

Mit den folgenden Sicherheitshinweisen möchten wir Ihnen eine schöne, sichere Weihnachtszeit wünschen:

  • Kerzen und Adventskränze generell nur auf schwer entflammbaren Unterlagen platzieren und niemals unbeaufsichtigt brennen lassen
  • Kerzen beim verlassen des Raumes immer löschen (auch wenn es nur für kurze Zeit ist).
  • Kerzen in ausreichendem Abstand zu Gardinen oder Vorhängen platzieren. Bedenken Sie auch, dass durch Zugluft die Gardine in die Flamme geweht werden könnte!
  • Klären Sie Ihre Kinder frühzeitig über die Gefahren von Feuer auf. Gerade in der Weihnachtszeit bieten sich für die Kinder vielfältige Möglichkeiten mit dem Feuer zu „Spielen“!
  • Halten Sie geeignete Löschmittel bereit! Dieses kann z.B. ein Eimer mit Wasser oder ein Feuerlöscher sein. Mit diesen Mitteln können Sie schnell handeln und einen Entstehungsbrand löschen!

Feuerwerk zu Silvester

Ein jedes Jahr endet meist mit einer großen Silvesterfeier und viel Feuerwerk. Ebenso wie in der Weihnachtszeit ist es auch zu Silvester Tradition, das neue Jahr mit Böllerschüssen und Raketen zu begrüßen.

Aber vergessen Sie dabei bitte unter keinen Umständen, dass es sich bei diesen Dingen um gefährliche Dinge handelt! Neben Bränden können durch Feuerwerkskörper auch schlimmste Verletzungen auftreten!

Damit Sie sicher das neue Jahr begrüßen können, haben wir Ihnen hier nun folgende Informationen zusammengestellt:

  • Verwenden Sie nur Feuerwerkskörper die mit einer behördlichen Zulassung der Bundesanstalt für Materialforschung und –prüfung (BAM Bezeichnung) versehen sind!

  • Feuerwerkskörper mit der Bezeichnung BAM-PI dürfen ganzjährig verwendet werden!

  • Feuerwerkskörper mit der Bezeichnung BAM-PII dürfen nur zu Silvester und nur von Personen über 18 Jahren verwendet werden!

  • Benutzen Sie keine Importe aus dem Ausland welche nicht über eine entsprechende Kennzeichnung der Bundesanstalt für Materialprüfung versehen sind!

  • Klären Sie Ihre Kinder über die Einhaltung der gesetzlich erlaubten Abbrennzeiten auf. Diese gelten vom 31. Dezember 18 Uhr bis 1 Uhr!

  • Kinder müssen besonders auf die Gefahren, die von Knallkörpern und Raketen ausgehen, hingewiesen werden!

  • Beachten Sie die Gebrauchsanleitung auf den Feuerwerkskörpern bzw. auf den Verpackungen!

  • Zünden Sie Raketen, Böller und andere für den Aussenbereich bestimmte Feuerwerkskörper nur im Freien!!!

  • Verwenden Sie keine Feuerwerkskörper in der Nähe von Gebäuden und werfen Sie diese nicht in Fenster, Türen, Zwischenräume oder Dächer. Auf gar keinen Fall sollten Sie mit Feuerwerkskörpern auf Menschen oder Tiere werfen!!!

  • Das starten von Raketen sollte nur aus einer standsicheren Flasche (die z.B. in einem Getränkekasten steht) oder aus einem in der Erde eingegrabenen Rohr senkrecht nach oben erfolgen!

  • Raketen und Knaller immer wie in der Gebrauchsanweisung angegeben Zünden. Niemals aus der Hand Zünden, es können schwere Verletzungen auftreten!!!

  • „Blindgänger“ nicht erneut Zünden. Warten Sie fünf Minuten ab und entsorgen Sie danach den Blindgänger in einem Wassereimer!

  • Böller und Raketen nicht Bündeln oder etwa zusammenkleben, keine Zündschnüre abschneiden!

  • Beachten Sie, dass Batteriefeuerwerke eine wesentlich höhere Effektfüllung sowie Effekthöhe haben können. Halten Sie sich daher auch hier an die Gebrauchsanweisung und halten Sicherheitsabstände ein!

  • Zu guter letzt beachten Sie Bitte die örtlich erlassenen Abbrennverbote von Feuerwerkskörpern in der Nähe von Reetdachhäusern. Der Abstand zu solchen Gebäuden sollte mindestens 200 Meter betragen!!!

Sollte es doch zu einem Unfall oder Feuer kommen…

                                  …befolgen Sie bitte die folgenden Verhaltensregeln:

  • Bewahren Sie Ruhe

  • Informieren Sie die Rettungsleitstelle über die Notrufnummer 112!

  • Leisten Sie im Falle eines Unfalls Erste Hilfe

  • Im Falle eines Feuers verlassen Sie wenn möglich den Gefahrenbereich

  • Verschließen Sie, wenn möglich, alle Fenster und Türen

  • Warnen Sie Ihre Nachbarn und Mitbewohner

  • Weisen Sie die Feuerwehr oder den Rettungsdienst ein (Eingang auf der Rückseite des Gebäudes, versteckte Zufahrt, zurückliegendes Haus usw.)

  • Bleiben Sie in Ihrer Wohnung, wenn Ihnen der Fluchtweg durch Feuer oder Rauch versperrt ist. Verlassen Sie diese erst wenn die Feuerwehr Sie dazu auffordert!

Vorbeugend können Sie noch Folgendes tun:

  • Halten Sie Fenster und Türen zum Jahreswechsel geschlossen!

  • Verwenden Sie beim Zünden von Tischfeuerwerk eine feuerfeste Unterlage!

  • Halten Sie Löschmittel bereit (einen Eimer Wasser oder einen Feuerlöscher z.B.)!

  • Setzen Sie Kindern einen Gehörschutz auf. Durch Feuerwerkskörper hervorgerufene Knallgeräusche können zu einem Knalltrauma führen!

  • Denken Sie an Ihre Haustiere und bringen diese in einen Schallgeschützen Raum (z.B. einen Kellerraum) und betreuen dieses wenn möglich!

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