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Beiträge

            Erste-Hilfe kompakt  
          

                              Einsatz im Sommer


                    Empfehlungen des Bundesfeuerwehrarztes


Nicht nur Kinder freuen sich über schönes Badewetter, auch Erwachsene genießen gerne den Sommer mit seinen warmen Temperaturen. Allerdings stellen hohe Temperaturen eine enorm große, körperliche Herausforderung und Belastung für die Einsatzkräfte der Feuerwehr und des Rettungsdienstes dar. Nicht nur die erhöhte Ozonbelastung und direkte Sonneneinstrahlung insbesondere auf den Kopf sind Ursachen für die größere Belastung. Auch starkes Schwitzen kann zu einer gefährlichen Dehydratation (Wasserverlust) mit Elektrolytstörungen und Hitzekollaps (Kreislaufdysregulation) kommen. Die Folgen reichen von Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Erbrechen, bis hin zu Veränderungen des Bewusstseins, Krampfanfällen und Kreislaufstillstand.Diese Problematik wird besonders unter Einsatzbedingungen verstärkt. DasTragen schwerer Schutzkleidung, die verstärkte körperliche Anstrengung beispielsweise unter Atemschutz oder auch psychische Druck erhöhen die Belastungen.

Besonders Einsatzführungskräfte sollten deshalb unbedingt die folgenden neun Sicherheitsratschläge der Bundesfeuerwehrärzte beachten:


1. Einsatzzeiten und körperlichen Belastungen auf das Notwendigste
    beschränken!
2. Halten Sie ausreichend Getränke und Obst im Einsatzfahrzeug vor!
3. Großzügige Flüssigkeitszufuhr vor, während und nach dem Einsatz!
4. Die tägliche Trinkmenge sollte bei gesunden Einsatzkräften mindestens drei
    Liter betragen! Diese ist kontinuierlich in kleinen Portionen aufzunehmen!
5. Nach einem Atemschutzeinsatz sollte die Trinkmenge um weitere eineinhalb
    Liter erhöht werden!
6. Schattige und kühle Ruheplätze/Kräftesammelstellen schaffen!
7. Passen Sie die Einsatzschutzbekleidung den Notwendigkeiten an!
8. Frühzeitig an die Anforderung ablösender Kräfte denken!
9. Achten Sie auch auf einen konsequenten UV-Schutz (Schutzmittel mit hohem
Lichtschutzfaktor, Sonnenbrille etc.)!

 

 

Quelle
Nürnberg/Berlin, Juni 2012
Stellv. Bundesfeuerwehrarzt Klaus Friedrich
Der stellvertretende Bundesfeuerwehrarzt Klaus Friedrich ist einer der Vertreter
des Deutschen Feuerwehrverbands in allen medizinischen Fragen. Er ist erfahrener
Notfallmediziner und Landesfeuerwehrarzt in Bayern.

www.feuerwehrverband.de/erste-hilfe-kompakt.html

 

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